Warum Edibles stärker wirken als gedacht
Viele unterschätzen Cannabis Edibles – bis die Wirkung einsetzt. Der Grund liegt nicht in der Menge, sondern in der Art der Aufnahme und einem besonderen Stoffwechselprodukt: 11-Hydroxy-THC.
Der wichtigste Unterschied: Essen statt Inhalieren
Beim Rauchen oder Vapen gelangt THC direkt über die Lunge ins Blut. Bei Edibles passiert etwas völlig anderes: Das THC wandert durch den Verdauungstrakt und wird in der Leber umgebaut.
Genau hier entsteht der Unterschied in Stärke, Dauer und Intensität.
11-Hydroxy-THC – der eigentliche Grund
In der Leber wird THC zu 11-Hydroxy-THC umgewandelt. Dieses Molekül ist:
- stärker psychoaktiv als THC
- länger wirksam
- leichter hirngängig
Warum die Wirkung verzögert, aber intensiver ist
Edibles wirken nicht sofort. Je nach Mageninhalt, Stoffwechsel und Basis kann es 30 bis 120 Minuten dauern, bis die Wirkung einsetzt.
Viele Fehler passieren genau hier – wenn zu früh nachdosiert wird.
Die Rolle der Edible-Basis
Wie stark Edibles wirken, hängt auch davon ab, woran das THC gebunden ist:
- Fett → langsamer Start, lange Wirkung (Cannabis Butter, MCT-Öl)
- Zucker / Sirup → etwas schneller, gleichmäßiger (Cannabis Sirup, Cannabis Zucker)
- Alkohol → schnell, sehr potent (Cannabis Tinktur)
Warum Edibles oft „zu stark“ wirken
Die Kombination aus verzögertem Wirkungseintritt, stärkerem Metaboliten und längerer Wirkdauer sorgt dafür, dass Edibles als „unkontrollierbar“ empfunden werden – obwohl sie bei richtiger Anwendung sehr präzise sind.
Fazit
Edibles wirken nicht stärker, weil sie „mehr THC“ enthalten, sondern weil der Körper sie anders verarbeitet. Wer das versteht, kann Edibles sicher, gezielt und kontrolliert nutzen.
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